Vega Sicilia: Neue Jahrgänge

Unico, der Einzige, ist nicht nur einer der größten Klassiker unter den spanischen Weinen, er zählt zu den größten Rotweinen der Welt. Unico ist das absolut andere Genusserlebnis: subtil, fein und scheinbar losgelöst von jeder Primärfrucht, enthüllt er Schicht um Schicht die zarten Nuancen seiner zehnjährigen Reife. Traditionell wird der immer tragende Tinto Fino (Tempranillo) von alten Reben mit einem kleinen Anteil Cabernet Sauvignon ergänzt. Im Jahrgang 2003 liegt die Rebsortenverteilung bei rund 92% Tinto Fino und 8% Cabernet Sauvignon.


Valbuena 5° bietet den perfekten Einstieg in die faszinierende Welt der Vega-Weine. Als eine Art Zweitwein des Unico wird er aus Trauben jüngerer Rebstöcke bereitet und mit knapp fünf Jahren nur halb so lang ausgebaut (daher die 5° im Namen). Etwas weniger balsamisch als der Unico, dafür reicher an jugendlicher Frucht und doch ganz unverkennbar Vega Sicilia: die tiefe kirschrote Farbe, die zarten Kräuternoten, das elegant gereifte, weich eingebundene Tannin verraten ihn sofort. Wie der '‚Grand Vin' ist auch Valbuena 5° kein sortenreiner Tinto Fino. Allerdings wird ihm, anstelle des Cabernet Sauvignons, etwas Malbec und Merlot zugegeben. Im Jahrgang 2008 liegen die Rebsortenanteile bei 93% Tinto Fino und 7% Merlot und Malbec.


Im Jahr 2001 hatte Vega Sicilia den ersten Pintia-Jahrgang an den Start gebracht und die Weinwelt sofort in helle Begeisterung versetzt. Der sortenreine Tinta de Toro (eine Spielart des Tempranillo) von 40 bis 60 Jahre alten Reben ist ein echter Powerwein, den auch die knapp vierjährige Reife im Fass und auf der Flasche nur schwer zu bändigen vermag. Wo Vega- Weine von Alion bis Unico mit ihrer Subtilität und Finesse bezaubern, packt Pintia mit purer Kraft und Fülle, ohne dabei je rustikal oder gar plump zu wirken. Die rund 96 Hektar großen Bodegas y Viñedos Pintia liegen wie Vega Sicilia am Duero. Allerdings ein gutes Stück weiter westlich, Richtung portugiesische Grenze, in der Appellation Toro.


Am 5. November 1992 erwarb die Familie Alvarez die Bodegas Alion im Ribera del Duero. 1995 brachte sie ihren ersten Alion (Jahrgang 1991) auf den Markt, der es, trotz der recht bescheidenen Auflage von gerade einmal 32.400 Flaschen, quasi aus dem Stand unter die TOP 100 des Wine Spectators schaffte! Der Name des Weines ist eine Hommage an die nahe gelegene Stadt León, dem Geburtsort des Firmenpatriarchen David Alvarez. Die Weinberge der Bodega sind fast ausschließlich mit Tinto Fino
(Tempranillo) bepflanzt. Die rund 25 bis 30 Jahre alten Reben erbringen das aromatisch konzentrierte Lesegut, aus dem der sortenreine Alion gekeltert wird: ausgesucht beste Trauben für einen großen Wein.


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