Beschreibung
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Nach Ende des Zweiten Weltkrieges hatte Bernard Chéreau die allmählich wieder anlaufenden Handelsaktivitäten genutzt und einen Verkauf heimischer Muscadet-Weine begonnen. Den eher bescheidenen Familienbesitz, den er übernahm, konnte er durch gezielte Zukäufe nach und nach erweitern. Im Jahr 1953 erwarb er das aus dem 14. Jahrhundert stammende Château de Chasseloir in Saint-Fiacre-sur-Maine, dessen inzwischen gut hundertjährige Reben den großen Comte Leloup de Chasseloir hervorbringen.

 

Bernard Chéreaus Ehefrau Edmonde Carré brachte Château de lOiselinière mit in die Ehe, ein kleines Juwel mit einem sehr besonderen Klima direkt am Zusammenfluss von Sèvre und Maine. Im Jahr 1960 benannte Bernard seine Firma in Chéreau-Carré um, ein Zusammenschluss der Namen beider Eheleute, der zugleich das Haus von den damals wohl zahlreichen anderen Chéreaus der Region unterschied. Firmensitz war und ist bis heute Château de Chasseloir.

 

Bernards Idee, seine Weine auf den Feinhefen auszubauen, hielten anfangs nicht nur die benachbarten Winzer für verrückt. Niemand glaubte an das Reifepotenzial der frischen Weißweine. Doch schon bald konnte Chéreau, diesen außergewöhnlichen (und außergewöhnlich köstlichen) Wein in den Bistros und Restaurants der Hauptstadt platzieren bis schließlich 'tout Paris' seinen Muscadet sur Lie liebte. Heute unterhält Chéreau-Carré enge und vertrauensvolle lange Partnerschaften mit den Fachhändlern und Gastronomen der Metropole. Zahlreiche Vertreter nationaler und internationaler Vertriebshäuser kamen hinzu.

 

Sein Sohn, Bernard Chéreau Junior, der Anfang der 1970er-Jahre ins elterliche Unternehmen kam, intensivierte und erweiterte die Handelsaktivitäten, insbesondere den Export nach Großbritannien, Deutschland, Asien und in die Vereinigten Staaten. Im Jahr 2003 übernahm er die Geschäftsleitung. Seit 2014 steht ihm dabei seine Tochter Louise zur Seite.