Beschreibung
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Pinot blanc (oder Weißburgunder) wird in der Region Leithaberg bereit seit dem Mittelalter angebaut. Zwischen Leithagebirge und Neusiedlersee ist das Klima sowohl von der Kühle der Berge als auch von den warmen thermischen Einflüssen des Steppensees geprägt. Ideale Bedingungen für die gute, lange Reife der Trauben, die auf den stark kalkhaltigen Böden aus Muschel- oder 'Leithakalk' über kristallinem Gneis und Glimmerschiefer elegante, dichte, mineralische Weine mit duftig verspielter Frucht (gelber Apfel, Birne, Nuss), frischer, doch nie aggressiver Säure und gutem Reifepotenzial hervorbringen - die in höchsten Fachkreisen Anerkennung finden: "As for pinot blanc in Burgenland, the champion here is PRIELER, and both his and several of the other most interesting dry pinot blancs are from the breezy, hilly run-off of the Leithagebirge rather than from along the Neusiedlersee." Jancis Robinson MW in 'Purple Pages'

 

Die Landschaft um den kleinen burgenländischen Ort Schützen ist ein pittoreskes Naturparadies mit malerisch schönen Terroirs die allerdings dem Winzer einige Mühen abverlangen. Denn zum Schutz der Natur herrscht ein striktes Rodungs- und Bebauungsverbot und auch das Befahren der Weinberge mit Traktoren ist untersagt.

 

Die rund zwanzig Hektar Reben der Familie Prieler gehören zur DAC Leithaberg. Sie wachsen in geschützten Kessellagen oder an den Hängen des "Schützner Steins" im Neusiedlersee-Hügelland, wo sie mit Blick nach Süd und Ost die lange Reifezeit am Stock genießen. Der steinige Boden ist ein guter Wärmespeicher, der tagsüber die Wärme aufnimmt und in den kühlen Nächten an die Weinstöcke abstrahlt. Der See 'bändigt' das streng kontinentale Klima der Tiefebene, indem er im Winter die Kälte, im Sommer die Hitze mildert und so ein ganzjährig angenehmes Weinbauklima schafft, mit warmem Herbstwetter zur Lesezeit. Das gut 400 Meter hohe Leithagebirge, das sich über 35 Kilometer von Nordost nach Südwesten zieht, schützt die Kessellagen vor kalten Westwinden und bringt an warmen Sommerabenden Kühlung in die Weinberge.

 

Seit über 150 Jahren betreibt die Familie Prieler hier Weinbau. Zuerst als Teil einer gemischten Landwirtschaft mit Getreide, Obst, Rüben, Kartoffeln, ein paar Rindern, Schweinen, Hühnern so wie es im Hügelland eben üblich war, um das Überleben auch in schwierigen Zeiten zu sichern. Wein war ein immer unverzichtbarer, doch nie tragender Bestandteil dieser Wirtschaft. Erst Großvater Georg Prieler gab den Reben einen höheren Stellenwert. Und Irmgard und Engelbert Prieler entschieden schließlich, den Mischbetrieb auf reinen Weinanbau umzustellen. 1972 begannen sie die mühevollen Um- und Aufbauarbeiten, reduzierten die Rebsortenvielfalt, investierten in moderne Kelleranlagen, bewirtschafteten die Reben nach integrierten Anbaumethoden.

 

Seit 1997 unterstützt die promovierte Mikrobiologin Silvia Prieler ihre Eltern bei Kellerarbeit, Marketing, Verkauf und bewirtschaftet parallel einen eigenen Weingarten. Klares Ziel, hier wie dort, ist Qualität vor Menge. Um den Charakter der Region ins Glas [zu] bringen, wie Silvia Prieler sagt, achtet man auf strikte Ertragsbegrenzung, einen kurzen Rebschnitt mit hoher Laubwand und übt sich ansonsten in Geduld, um den Trauben genügend Zeit für ihre aromatische Entfaltung zu lassen. Die Natur gibt den Rhythmus vor. Das Ergebnis sind Weine zum Entdecken und Nachdenken, tiefgründig, mit klarer Terroir-Prägung. Weine, die im Gedächtnis bleiben, bodenständig und zugleich mit internationaler Dimension.

 

Das österreichische Fachmagazin Falstaff wählte die Familie Prieler zum "Winzer des Jahres 2009 dazu Chefredakteur Peter Moser: Das hohe Niveau in allen Weinkategorien beeindruckt bei der Familie Prieler ebenso wie der feinfühlige Umgang mit den spezifischen Eigenschaften der jeweiligen Rebsorte und dem dafür ideal ausgewählten Terroir. Mit Silvias Geschwistern Georg und Michaela Prieler hat sich inzwischen die gesamte Familie dem Weinbau verschrieben und macht das Weingut Prieler zu einem echten 'Family Estate'.