Beschreibung
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Das Weingut Tement liegt auf einem schmalen, rund 500 Meter hohen Bergplateau der Südsteiermark direkt oberhalb der Riede Zieregg mit Blick ins benachbarte Slowenien und in die südliche Oststeiermark. Manfred Tement genießt das Panorama während der Arbeit in den Weinbergen. Inzwischen sind auch seine Söhne Armin und Stefan, die dritter Winzergeneration der Familie, im Weingut aktiv. Der Besitz wurde sukzessive erweitert. und umfasst heute rund 80 Hektar Weinberge, darunter die sicher bedeutendste Lage Zieregg mit vierzehn Hektar, die Riede Sulz mit gut zwanzig und Grassnitzberg mit zehn Hektar Rebfläche.

 

Weitere Lagen sind Hochkittenberg, Sernau, Wielitsch, Ottenberg und Steinbach. Auch wenn sie kein reines Weißweingut mehr sind, dominieren die weißen Trauben die Rebfläche der Tements mit 96 Prozent. Leitrebe ist der Sauvignon blanc, der weit mehr als die Hälfte der Parzellen in Beschlag nimmt. Begleitet von Welschriesling, Gelber Muskateller, Morillon (Chardonnay), Weißburgunder und Gewürztraminer, die in der südlichen Steiermark optimale Wachstums- und Reifebedingungen finden. Auf rund drei Prozent der Anlagen wachsen rote Trauben, wie Zweigelt oder Pinot noir.

 

Die Arbeit im Weinberg ist mühsam. Selektiv, mit minimalen Erträgen und viel Handarbeit. Doch nur so entstehen ausdrucksvolle, elegante Weine. Kleine Kunstwerke der Natur, die mit ihrer Frucht und Finesse und ihrem unvergleichlich klaren Rebsortenausdruck Kenner wie Liebhaber stets aufs Neue begeistern. Tradition und Moderne spielen im Weingut eine herausragende Rolle. Beides hängt aneinander und nicht selten hilft die Moderne, die Tradition zu bewahren. Nach fünfjähriger Bauzeit wurde 2002 der riesige neue Keller des Weinguts fertig gestellt. Unter größten Anstrengungen hatte man die 3500 m2 Keller- und Lagergewölbe direkt in das felsige Kalkgestein eingeschlagen, das hier vor 20 Millionen Jahren als Korallenriff unter dem Meer angewachsen war.

 

Die in die Kellerräume integrierten Felswände sind nicht nur anschauliche Zeugen dieses besonderen Terroirs. Sie regulieren zugleich auf natürliche Weise die Luftfeuchtigkeit, was gerade den zunehmend im Holzfass gereiften Weinen zugute kommt. Die herausstehenden Betonteile des Gebäudes wurden weitgehend wieder mit Erde bedeckt und mit Reben bepflanzt. Die Bauweise erlaubt auch die besonders schonende Arbeit mithilfe der Schwerkraft. Trauben oder Maische müssen nicht gepumpt werden, sondern werden einfach in die tiefer liegenden Pressen geleitet. Um alle diese Mühen nicht durch fehlerhafte Korken zu gefährden und die klare Frische und gleichmäßige Reife der Weine sicher zu stellen, werden die Flaschen der Linie 'Steirische Klassik' mit Glasverschluss ausgestattet. Und damit wir gleich wissen, was wir ins Glas bekommen, sind die Flaschen unterschiedlich gefärbt: in den weißen Flaschen liegen die fruchtbetonten, im Edelstahltank ausgebauten Weine, in den grünen Flaschen die gehaltvollen, im Eichenfass gereiften Lagenweine.