Beschreibung

 

Das Weingut Prager hat eine lange Weinbaugeschichte. Bereits im Jahr 1302 wurde das damals dem Kloster Michaelbeuern zugehörige Gut als Haus am Chling erwähnt. Und ein Erbrechtsbrief aus dem Jahr 1715 nennt drei Weingärten in den Rieden Hinter der Burg, Leber und Ritzling, die bis heute im Besitz der Familie Prager-Bodenstein sind. Franz Prager war einer der großen Weinbaupioniere der Wachau, sein Weingut ist zweifellos eines der Besten der Region. 1983 war Prager einer der Initiatoren der Vereinigung Vinea Wachau Nobilis Districtus, die der Wachau ihren besonderen Status unter den Weinbaugebieten Österreichs verlieh und der Franz Prager bis 1988 als Obmann vorstand. Seit Anfang der 1990er Jahre sind nun Pragers Tochter Ilse und Schwiegersohn Toni Bodenstein für die Qualität der Weine verantwortlich.

 

Getreu ihrer Weinbauphilosophie sollen die Prager-Weine ein Abbild ihrer jeweiligen Lage sein. Deshalb versucht Toni Bodenstein den vielfältigen Besonderheiten auf kleinstem Raum, den einzigartigen Bodenformationen ebenso wie dem subtilen Mikroklima, unbedingt gerecht zu werden, um allein die Weine für ihre unterschiedliche Herkunft sprechen zu lassen. Weinberg- und Kellerarbeit sind exakt darauf abgestimmt, diese feinsten naturgegebenen Unterschiede herauszuarbeiten. Entsprechend dem Codex Wachau ist das Arbeiten mit autochthoner Hefe ein wesentliches Element der Vinifikation, der Einsatz von Enzymen wird grundsätzlich abgelehnt, Vergärung und Ausbau der Weine erfolgen im Edelstahltank, um ihre Eleganz und Finesse zu betonen. Die rund 13 Hektar Reben des Weinguts Prager wachsen in mitunter extremer Steillage auf Terrassen. Die besten Rieden liegen in Weißenkirchen (Steinriegl, Klaus, Achleiten, Weitenberg) und Dürnstein (Kaiserberg, Hollerin). Etwa 70 % der Weinberge sind mit Riesling, rund 30 % mit Grünem Veltliner bepflanzt. Die Weine zeichnen sich durch ihre einzigartige Struktur, die betonte Frucht und den klaren Terroircharakter aus.